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2.Tag (15. Juli): Scharfenberg - Dresden - Pirna - Bad Schandau - Grenzübergang Schmilka - Mezní Louka (73 km)

Um 5.00 Uhr klingelte der Wecker. Da ich ohnehin Frühaufsteher bin, macht mir das auch in meiner Freizeit nichts aus. Für Zäheputzen, Waschen, Sachen packen und Zeltabbau benötigte ich etwa eine Stunde, für das Frühstück noch einmal eine halbe. Somit war ich um 6.30 wieder "quot;on the road".

Zuerst ging es weiter auf der F 6 nach Dresden. Dresden und sein damals berüchtigtes Kopfsteinpflaster - eine unendliche Geschichte. Auf der Fahrt durch diese ansonsten sehr schöne und symphatische Stadt verlor ich insgesamt fünf mal einen Teil meines Gepäcks - auf den restlichen tausend Kilometern der Tour passierte dies kein einziges Mal wieder.

Die Strecke führte nun immer an der Elbe oder zumindest in der Nähe des Flusses entlang. Die letzen Stadteile von Dresden gingen nahtlos in die Industriestadt Heidenau und danach die Kreisstadt Pirna über. Hinter Pirna wurde die Landschaft schöner, das Elbsandsteingebirge - auch Sächsische Schweiz genannt - begann nun beide Elbufer zu säumen.

Nach Königstein mit seiner berühmten Festung - wohl der einzige Ort, an dem Sachsen so etwas wie eine eigene Militärgeschichte vorweisen kann - ging es dann nach Bad Schandau, dem Mittelpunkt der Sächsischen Schweiz. Entlang der Schrammsteine - eine atemberaubende Felsformation - führte der Weg nach Schmilka. Dort ging es über die Grenze in die damalige Tschechoslowakei. Der Grenzübertritt erfolgte relativ problemlos. Entgegen mancher früheren Erfahrung bei Fahrten mit dem Zug musste ich diesmal nichts auspacken. Es gibt ja die berühmte Frage, was denn das meistgesprochene Wort an den Grenzen der DDR sei. Die Antwort lautet: GÄNSEFLEISCH - "Genn se v(i)leisch(t) ma de Dasche auspackn..."

Aber diesmal gab es zum Glück kein "Gänsefleisch" und so kam ich in Hřensko auf tschechisches Gebiet. Nach einer kurzen Rast ging ich die letzten, nur wenigen Kilometer an, die mich entlang eines schmalen Baches aus den Elbtal herausführten. In Mezní Louka erreichte ich mit dem Campingplatz mein zweites Etappenziel.




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