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22. und 23. Tag (4. und 5. August): Aufenthalt in Budapest

An diesem Morgen musste ich erst einmal dafür sorgen, dass ich mein Fahrrad nach Hause schicken konnte. Ich ging also zum Bahnhof, um es dort als Expressgut aufzugeben. Leider ging das nicht ganz so einfach, wie ich das dachte. Man schickte mich zuerst zum Zoll. Dort musste ich erst eine Weile verhandeln, bis ich endlich das ersehnte Formular ausgehändigt bekam, das mich zum Verschicken meines Fahrrades berechtigte. Der Rest ging dann aber reibungslos. Nun war ich frei und konnte mich nun in der Stadt frei zu Fuss und ohne Sorgen bewegen.

Budapest - das war in dieser Zeit für uns immer ein Schaufenster des Westens. Hier wehte schon immer ein etwas anderer, frischerer Wind als in den vom Stalinismus geprägten anderen Ostblock-Ländern. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt und hatte dieses Gefühl auch jetzt wieder. Dass damals die Fluchtwelle von DDR-Bürgern über Ungarn damals solche Formen angenommen hatte, wie ich es nach meiner Rückkehr aus dem Fernsehen erfahren hatte, konnte ich damals nicht wissen. Ich beschloss also, ganz normal mit dem Zug nach Hause zu fahren.