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2.Tag (29. Mai)
Hofheim - Bad Neustadt - Ehrenberg-Wüstensachsen (80 km)


Am Morgen klingelte um 5:00 Uhr der Wecker. Je früher der Morgen, desto besser der Tag, diese Erfahrung habe ich auf all meinen Touren gemacht. Nach dem Waschen und Anziehen, dem Zeltabbau, dem Packen meines Gepäck auf das Rad und der Einnahme des Frühstückes war ich so gegen 6:30 Uhr schon wieder unterwegs.

An diesem Tag war wunderschönes Frühsommerwetter und es versprach, sehr heiß zu werden. In solchen Momenten ist man froh, wenn man schon so früh unterwegs ist, hat man dann ja immerhin noch ein paaar Stunden Zeit, in denen die Hitze noch nicht so groß ist.

Nun ging es durch eine Gegend, die "Grabfeld" genannt wird, was daran liegt, dass hier sehr viele Hügelgräber aus keltischer Zeit gefunden wurden und noch werden. Gleichzeitig ist diese Gegend das bayerische (besser unterfränkische) Vorland der Rhön. Nachdem ich die Kreisstadt Bad Neustadt passiert hatte, stieg das Gelände spürbar an. Der Hauptkamm der Rhön erreicht an seinen höchsten Stellen (Wasserkuppe 950 m) immerhin Mittelgebirgshöhe.

Nachdem ich bei Oberelsbach den Scheitelpunkt erreicht hatte, ging es nun in rasender Schussfahrt auf der hessischen Seite ins Tal hinunter, wo ich nach wenigen Kilometern den Ort Ehrenberg erreichte. Im Ortsteil Wüstensachsen gab es einen Campingplatz, der das Ziel meiner heutigen Etappe war.

Nachdem ich mein Zelt aufgebaut hatte, war mein erster Weg in die Dusche, wo ich aus einem schweißtriefendem Etwas wieder einen Menschen machte, nämlich mich. Danach ging ich in den Ort, wo es einige Gaststätten gab und ich die verlorene Energie dieses Tages in Gestalt eines Abendessens wieder zu mir nahm. Ermüdet kroch ich kurze Zeit danach wieder in meinen Schlafsack und schlief sofort ein.



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