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8.Tag (4. Juni)
Munster-Kreutzen - Lüneburg - Lauenburg - Gudow (95 km)


Nun ging es über Munster zur B 209, die mich nach Durchquerung der Nordheide nach Lüneburg führte. Durch Lüneburg fuhr ich mitten hindurch. Entlang der zu einem großen Teil noch erhaltenen alten Stadtbefestigung kam ich ohne Probleme durch die Innenstadt und fand ohne Probleme den Weg aus der Stadt hinaus in Richtung Lauenburg.

Kurz hinter Lüneburg begann die Elbniederung. Das Land war sehr flach, die Dörfer nahmen nun schon den typischen Charakter der "Waterkant" an. Große reetgedeckte Bauernhöfe, bei denen alles unter einem riesigen Dach Platz fand, bestimmten jetzt das typische Erscheinungsbild der Ortschaften.

Dann kam ich an die Brücke über die Elbe, die hier die Grenze zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein bildet. Lauenburg empfing mich mit dem Schild "Herzlich willkommen auf dem Südbalkon von Schleswig-Holstein". Diese Stadt hinterließ bei mir einen ähnlichen Eindruck wie viele mecklenburgische Landstädtchen. Backsteinbauten bestimmten das Bild, leicht maritimes Flair kam durch den alten Hafen an der hier sehr breiten Elbe auf.

Es ging in nördlicher Richtung aus Lauenburg hinaus in das ländliche Schleswig-Holstein, das nördlichste Bundesland Deutschlands. Bei Büchen bog ich auf eine sehr ruhige und beschauliche Landstraße in Richtung Gudow ab. Büchen kannte ich bis dahin nur von Kursbüchern der Bahn, die sich hier früher die westdeutsche Seite des Eisenbahn-Grenzkontrollpunktes auf der Bahnlinie Berlin-Hamburg befand. Nachdem ich dann die Autobahn A 24 (Berlin-Hamburg) unterquert hatte, kam ich nach Gudow, einem Dorf an der Grenze von Schleswig-Holstein zu Mecklenburg-Vorpommern.

Hier baute ich auf dem örtlichen Campingplatz wieder mein Zelt auf und duschte erst einmal ausgiebig. An diesem Tag war herrliches Wetter, so daß auf der Terasse einer Gaststätte mein Abendessen einnehmen konnte. Ich aß "Sauerfleisch", was wohl eine Spezialität in dieser Gegend sein mußte, deutsche Hausmannskost eben. Nach einigen Gläsern Bier (schmeckt nach langer Fahrt bei großer Hitze besonders gut) hatte ich die nötige Bettschwere und ich schlief in meinem Schlafsack sofort ein.



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