Die Tagesetappen 2009 USA 2009 Fahrradseite

von
Minneapolis
über
St. Louis
nach
Memphis
Länge: 1626 km
Dauer: 18 Tage

Minnesota

Wisconsin

Iowa

Illinois

Missouri

Kentucky

Tennessee

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seit dem 12.08.2009
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1989 Ungarn
1993 Skandinavien
1994 Skandinavien
1997 Frankreich
1999 Frankreich
2002 England
2003 Rhein-Ruhr
2009 USA
Alle Etappen im Überblick
  1. Tag Richfield, Minnesota - Hager City, Wisconsin   88,3 km     Die Gewöhnungsetappe
  2. Tag Hager City, Wisconsin - Winona, Minnesota   130,0 km     Die See- und Gewitteretappe
  3. Tag Winona, Minnesota - Lansing, Iowa   91,2 km     Die Interstate-Etappe
  4. Tag Lansing, Iowa - Bagley, Wisconsin   81,2 km     Berg- und Talfahrt durch Iowa und Wisconsin
  5. Tag Bagley, Wisconsin - East Dubuque, Illinois   95,5 km     Die Off Road-Etappe
  6. Tag East Dubuque, Illinois - Thomson, Illinois   91,9 km     Die Highwayflucht-Etappe
  7. Tag Thomson, Illinois - Rock Island, Illinois   95,6 km     Die Quad Cities-Etappe
  8. Tag Rock Island, Illinois - Keithsburg, Illinois   86,4 km     Die Ruhe nach dem Sturm
  9. Tag Keithsburg, Illinois - Nauvoo, Illinois   99,0 km     Die Pfadfinder-Etappe
10. Tag Nauvoo, Illinois - Quincy, Illinois   83,7 km     Die Etappe ohne Kurven
11. Tag Quincy, Illinois - Pleasant Hill, Illinois   85,4 km     Die Improvisationsetappe
12. Tag Pleasant Hill, Illinois - Grafton, Illinois   77,4 km     Die Speichenbruchetappe
13. Tag Fahrradreparatur in Alton, Illinois        Ruhe- und Reparaturtag
14. Tag Crafton, Illinois - Cahokia, Illinois   117,5 km     Die Saint Louis-Etappe
15. Tag Cahokia, Illinois - Murphysboro, Illinois   160,9 km     Die Rekordetappe
16. Tag Murphysboro, Illinois - Cairo, Illinois   110,7 km     Die Illinois Route 3-Etappe
17. Tag Cairo, Illinois - Reelfoot Lake, Tennessee   93,4 km     Die Vier-Staaten-Etappe
18. Tag Reelfoot Lake, Tennessee - Dyersburg, Tennessee   38,2 km     Der Abschluss
Ausklang: Sightseeingtour mit dem Auto durch den Süden


 1. Tag: Richfield, Minnesota - Hager City, Wisconsin Die Gewöhnungsetappe zurück zum

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Mittwoch,
17.06.2009
Richfield, MN - Hastings, MN - Red Wing, MN - Hager City, WI 88,3   km 
Start um 7:20 Uhr - Ankunft um 16:00 Uhr 8:40 Std.

Karte des ersten Tages

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Die erste Etappe sollte mich zuerst einmal an die landesspezifischen Besonderheiten des Landes heranführen. Schließlich musste ich mich erst an den Verkehr, das Klima, die Straßenbedingungen und weitere Besonderheiten Nordamerikas gewöhnen.

Nach zwei Hotelübernachtungen ging es nun nach dem Kauf eines neuen Fahrrades endlich los. Die nach dem heimatlichen Kartenstudium befürchtete Großstadtdurchquerung blieb aus. Inzwischen hatte ich Erkundigungen eingezogen und einen Fahrrad- und Fußgängerweg gefunden, der entlang der Interstate (vergleichbar mit einer deutschen Autobahn) sehr gut aus dem Großraum um die Twin Cities (Minneapolis-St. Paul) hinausführte.

Nach etwa 30 km durchfuhr ich den Ort Hastings, eine der mich in den nächsten Wochen ständig erwartenden nordamerikanischen Kleinstädte, die außer viel Autoverkehr wenig zu bieten haben. Aber das Gute an Kleinstädten ist ja, dass diese aufgrund ihrer Größe sehr schnell durchfahren sind.

Danach wurde der Verkehr etwas weniger aber ich verließ trotzdem den Federal Highway 61, um etwas ruhigere Straßen zu finden. Diese fand ich auch, nur hörte dann plötzlich der Asphalt auf. (siehe Foto rechts)

Der Asphalt ist plötzlich zu Ende

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Eine solche Situation war für mich nichts Neues. Erinnerungen an Touren durch Skandinavien stiegen in mir hoch. Überhaupt hatte Minnesota sehr viele Parallelen zu Schweden und anderen skandinavischen Ländern. Die Landschaft ähnelte auch der Mittelschwedens. Dies schien auch Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur der Einwanderer zu haben. Auf den Briefkastenschildern waren jedenfalls eine Menge Namen zu lesen, die mit -son endeten. Auch die etwas betuliche Fahrweise der dortigen Autofahrer - die für Fahrradfahrer wohlgemerkt mehr als wohltuend ist - erinnerte mich an meine Fahrten in Schweden.

Endlose Hügellandschaft

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Das Minnesotakrokodil

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Nachdem ich einige Stunden durch das wellige Hügelland Minnesotas auf Sand- und Schotterwegen unterwegs war, kam ich etwa 20 km vor der Stadt Red Wing wieder auf den Highway 61, welcher weiter nach Süden in meine Richtung führte.

Mit dem Ort Red Wing erreichte ich den Ort, der eigentlich mein heutiges Etappenziel sein sollte und erstmalig den Mississippi. Leider fand ich aber dort keinen Campingplatz (obwohl ich nicht ausschließe, dass es doch einen gibt). In der Stadt fragte ich dann in einem Reisebüro (die müssen sich ja auskennen) nach einem Campingplatz. Dort wurde auf das gegenüberliegende Wisconsin-Ufer verwiesen, wo sich unmittelbar nach der Brücke tatsächlich ein schöner Campingplatz befand.

In unmittelbarer Nähe des Campingplatzes gab es dann auch ein Restaurant, das sich alle Mühe zu geben schien, die gängigen Vorurteile über amerikanische Küche alle zu widerlegen. Das erschien mir umso bemerkenswerter, als es außer mir offenscichtlich keine weiteren Ausländer in der Nähe gab.



 2. Tag: Hager City, Wisconsin - Winona, Minnesota Die See- und Gewitteretappe zurück zum

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Donnerstag,
18.06.2009
Hager City, WI - Pepin, WI - Nelson, WI - Fountain City, WI - Winona, MN 130,0   km 
Start um 6:40 Uhr - Ankunft um 19:00 Uhr 13:20 Std.

Karte des zweiten Tages

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Dieser Tag war der einzige, an dem es in dessen Verlauf zu ergiebigen Regenfällen kam. Diese Etappe führte viele Kilometer entlang des Lake Pepin, eines natürlichen Stausees des Mississippi. Schon am Morgen zogen Wolken auf, die sich dann im Verlaufe des Vormittags zu mehreren Gewitttern mit ergiebigen Niederschlägen zusammenzogen.

Die Länge der Etappe war mit 130 Kilometern die zweitlängste im Verlaufe der Tour. Im Verlaufe des Tages wurde es dann immer sonniger und wärmer. Nachdem ich fast die gesamte Etappe auf dem Wisconsin-Ufer entlang fuhr, bin ich kurz vor dem Ziel über eine der schmalen und verkehrsreichen Brücken in die Stadt Winona am Minnesota-Ufer gekommen.

Auf dem dortigen Campingplatz hatte ich die billigste Übernachtung meiner Tour. Da das Büro nur bis 18:00 Uhr geöffnet hatte und morgens um 7:00 Uhr auch noch niemand da war, gab es auch niemanden, der von mir Geld kassieren konnte. Und dabei wollte ich doch bezahlen!
Lake Pepin

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Kurze Rast am Seeufer

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 3. Tag: Winona, Minnesota - Lansing, Iowa Die Interstate-Etappe zurück zum

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Freitag,
19.06.2009
Winona, MN - Dresbach, MN - La Crescent, MN - New Albin, IA - Lansing, IA 91,2   km 
Start um 7:05 Uhr - Ankunft um 15:30 Uhr 8:25 Std.

Karte des dritten Tages

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Nachdem ich zuerst über verhältnismäßig ruhige Straßen in Richtung Süden gefahren bin, wurde plötzlich die Situation unübersichtlich. So war für mich nicht ersichtlich, wie ich ohne Benutzung eines Interstate-Highways hätte weiterkommen können. Die mitgeführten Ausdrucke des von mir benutzten Routenplaners widersprachen der Realität, sodass ich beschloss, einfach die Interstate zu benutzen.

Eigentlich war es ein sehr entspanntes Fahren. Es gab einen genügend breiten Seitenstreifen und eigentlich war es hier sogar ungefährlicher, als auf Straßen ohne Seitenstreifen, auf denen das Fahren mit dem Fahrrad erlaubt war. Für eine angespannte Atmospäre sorgte einzig die Gefahr, dass plötzlich ein Sheriff auftauchen könnte. Nach etwa 20 Kilometern (zum Glück ohne Sheriff) verließ ich die Interstate wieder.

Nun ging es weiter über La Crescent, Minnesota (genüber von La Crosse, Wisconsin) entlang der breiten Auen des Mississippi auf die letzten Kilometer im Staate Minnesota. Schließlich erreichte ich die Grenze zu Iowa, wo ich nach etwa 30 weiteren Kilometern in die Stadt Lansing kam. Dort entschied ich mich dafür, in einem Motel zu übernachten.


 4. Tag: Lansing, Iowa - Baglay, Wisconsin Berg- und Talfahrt durch Iowa und Wisconsin zurück zum

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Samstag,
20.06.2009
Lansing, IA - Harpers Ferry, IA - Prairie du Chien, WI - Bridgeport, WI - Baglay, WI 81,2   km 
Start um 7:00 Uhr - Ankunft um 16:00 Uhr 9:00 Std.

Karte des vierten Tages

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An diesem Tag bekam ich zu spüren, dass man die so genannte Great River Road lieber hätte "Great Mountain Road" nennen sollen. Das obere Mississippital ist verhältnismäßig tief eingeschnitten und die Straße windet sich häufig in langen Serpentinen aus dem Tal heraus, um dann wenig später in rasender Schussfahrt wieder in dieses hineinzuführen. Dies war an jenem Tage besonders oft der Fall.

Zunächst ging es in Richtung Harper´s Ferry, ein kleines Nest mit einem berühmten Namen. Dann ging es weiter auf relativ ruhigen aber bergigen Nebenstraßen zum Iowa Highway 76, einige Meilen nördlich des Effigy Mounds National Monuments. Ich verließ Iowa über die sehr verkehrsreiche Brücke nach Prairie du Chien in Wisconsin.

Allmählich forderten die langen Berg- und Talfahrten ihren Tribut, sodass ich an einem Campingplatz in Baglay, Wisconsin die heutige Tagesetappe beendete, die eigentlich noch rund 20 Meilen weiter gehen sollte.

Dieses Logo sollte mir auf meiner Fahrt immer wieder begegnen


 5. Tag: Baglay, Wisconsin - East Dubuque, Illinois Die Off Road-Etappe zurück zum

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Sonntag,
21.06.2009
Baglay, WI - Cassville, WI - Tennyson, WI - Dickeyville, WI - East Dubuque, IL 95,5   km 
Start um 6:40 Uhr - Ankunft um 16:30 Uhr 9:50 Std.

Karte des fünften Tages

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Nach nur wenigen Kilometern hörte plötzlich der Asphalt auf und es begann eine so genannte Baustelle. Da aber Sonntag war, wurde nichts gebaut. Die Bautätigkeit bestand darin, dass der Fahrbahnbelag vollständig abgetragen worden war. Dies ging über eine Entfernung von etwa 30 Kilometern. Nach einer Strecke von etwa 20 Kilomtern passierte ich den Ort Cassville, den ich nach meinen Planungen eigentlich am Vortage hätte erreichen sollen.

Die Straße blieb zwar weitestgehend für mein Mountainbike befahrbar, jedoch verschlechterte sich dies gelegentlich, sodass ich an einigen schlammigen Abschnitten sogar absteigen und schieben musste. Der Vorteil war, dass kaum einmal ein Auto vorbeifuhr. Einzige Ausnahme waren einzelne Geländewagen, die sich gleichfalls nicht von den Baustellenschildern und den Umleitungsempfehlungen ins Nichts abschrecken ließen. Die Fahrt konnte auf diesem Streckenabschnitt wirklich nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug bewältigt werden.
Die aufgerissene Straße verlief lange neben einer Bahnlinie

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Einfahrt nach Illinois, den Staat, in dem der längste Teil der Fahrt verlief

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Danach ging es wieder auf Asphalt aus dem Tal des Mississippi in einer langen Steigung hinauf in den Ort Tennyson. Von dort ging es auf annähernd gleich bleibender Höhe nach Dickeyville. Von dort ging es über den autobahnähnlich ausgebauten Federal Highway 61 zum Wisconsin State Highway 35, der mich nach Illinois führte.

Ich fuhr nun in den Staat ein, der den längsten Flussabschnitt am Mississippi und damit auch meiner Fahrt hat. Kurz hinter der Staatsgrenze lag das Städtchen East Dubuque. Illinois (gegenüber des weitaus größeren DubuqueIowa), wo ich mir mal eine Übernachtung in einem Hotel gönnte. Es gab dort auch ein recht passables Restaurant, in dem ich mal wieder fürstlich speiste. Dank des momentanen Dollarkurses konnte ich das auch tun, ohne meinen finanziellen Spielraum dadurch unnötig zu strapazieren.


 6. Tag: East Dubuque, Illinois - Thomson, Illinois Die Highwayflucht-Etappe zurück zum

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Montag,
22.06.2009
East Dubuque, IL - Galena, IL - Hanover, IL - Savannah, IL - Thomson, IL 91,9   km 
Start um 7:00 Uhr - Ankunft um 16:00 Uhr 9:00 Std.

Karte des sechsten Tages

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Am frühen Morgen ging es gleich auf den dicht befahrenen schmalen Federal Highway 20 in südöstlicher Richtung nach Galena. Dieser Streckenabschnitt zählte wohl zu den gefährlichtsten während der ganzen Tour. Ständiger Verkehr auf einer Straße ohne befestigtem Randstreifen waren der pure Stress. Einzig die rücksichtsvolle Fahrweise der amerikanischen Autofahrer war ein Lichtblick. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie eine ähnliche Situation in Deutschland ausgesehen hätte.
Als ich mit dem Städtchen Galena die erste Möglichkeit zur "Flucht" erreicht hatte, verließ ich beinahe panikartig den Highway. Erst dann überlegte ich mir, wie es weiter gehen sollte. Durch intensives Landkartenstudium (Vor Ort kaufte ich mir immer mal wieder eine örtliche Landkarte, obwohl diese in den USA für meine Begriffe nicht besonders gut sind.) und etwas Improvisation fand zum Glück eine Route über ruhigere, aber wesentlich hügeligere County roads, deren Verlauf mich nach einer längeren Strecke in Hanover wieder auf meine urprünglich geplante Route zurück brachte. Auf diesem Streckenabschnitt konnte ich mich trotz größerer körperlicher Anstrengung wenigstens mental wieder erholen. Abseits des Highways ging es über wesentlich ruhigere county roads.

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In Hanover ging es wieder auf einem Highway weiter, aber diesmal war der Stress nicht so groß wie am Anfang des Tages. Ich erreichte die Stadt Savanna, bis ich in der glühenden Hitze des frühen Nachmittags an einem Motel in dem kleinen Ort Thomson meine heutige Tagesetappe beendete.


 7. Tag: Thomson, Illinois - Rock Island, Illinois Die Quad Cities-Etappe zurück zum

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Dienstag,
23.06.2009
Thomson, IL - Fulton, IL - East Moline, IL - Moline, IL - Rock Island, IL 95,6   km 
Start um 7:15 Uhr - Ankunft um 16:40 Uhr 9:25 Std.

Karte des siebten Tages

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Hier kommt jetzt noch eine ganze Menge Text hinein. Da werden Erinnerungen an diese Tagesetappe dokumentiert, Gedanken bei der Fahrt niedergeschrieben und gelegentlich aufgenommene Bilder zur Ansicht eingestellt.


 8. Tag: Rock Island, Illinois - Keithsburg, Illinois Die Ruhe nach dem Sturm zurück zum

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Mittwoch,
24.06.2009
Rock Island, IL - Andalusia, IL - Illinois City, IL - New Boston, IL - Keithsburg, IL 86,4   km 
Start um 6:55 Uhr - Ankunft um 15:30 Uhr 8:35 Std.

Karte des achten Tages

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Hier kommt jetzt noch eine ganze Menge Text hinein. Da werden Erinnerungen an diese Tagesetappe dokumentiert, Gedanken bei der Fahrt niedergeschrieben und gelegentlich aufgenommene Bilder zur Ansicht eingestellt.


 9. Tag: Keithsburg, Illinois - Nauvoo, Illinois Die Pfadfinder-Etappe zurück zum

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Donnerstag,
25.06.2009
Keithsburg, IL - Oquawka, IL - Gladstone, IL - Hopper, IL - Lomax, IL - Dallas City, IL - Niota, IL - Nauvoo, IL 99,0   km 
Start um 7:00 Uhr - Ankunft um 16:00 Uhr 9:00 Std.

Karte des neunten Tages

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Hier kommt jetzt noch eine ganze Menge Text hinein. Da werden Erinnerungen an diese Tagesetappe dokumentiert, Gedanken bei der Fahrt niedergeschrieben und gelegentlich aufgenommene Bilder zur Ansicht eingestellt.


10. Tag: Nauvoo, Illinois - Quincy, Illinois Die Etappe ohne Kurven zurück zum

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Freitag,
26.06.2009
Nauvoo, IL - Hamilton, IL - Warsaw, IL - Lima, IL - Ursa, IL - Quincy, IL 83,7   km 
Start um 6:50 Uhr - Ankunft um 14:05 Uhr 7:15 Std.

Karte des zehnten Tages

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Hier kommt jetzt noch eine ganze Menge Text hinein. Da werden Erinnerungen an diese Tagesetappe dokumentiert, Gedanken bei der Fahrt niedergeschrieben und gelegentlich aufgenommene Bilder zur Ansicht eingestellt.


11. Tag: Quincy, Illinois - Pleasant Hill, Illinois Die Improvisationsetappe zurück zum

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Samstag,
27.06.2009
Quincy, IL - Fall Creek, IL - Kinderhook, IL - New Canton, IL - Atlas, IL - Pleasant Hill, IL 85,4   km 
Start um 6:10 Uhr - Ankunft um 13:30 Uhr 7:20 Std.

Karte des elften Tages

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Hier kommt jetzt noch eine ganze Menge Text hinein. Da werden Erinnerungen an diese Tagesetappe dokumentiert, Gedanken bei der Fahrt niedergeschrieben und gelegentlich aufgenommene Bilder zur Ansicht eingestellt.


12. Tag: Pleasant Hill, Illinois - Grafton, Illinois Die Speichenbruchetappe zurück zum

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Sonntag,
28.06.2009
Pleasant Hill, IL - Belleview, IL - Kampsville, IL - Spankey, IL - Nutwood, IL - Crafton, IL 77,4   km 
Start um 7:00 Uhr - Ankunft um 12:10 Uhr 5:10 Std.

Karte des zwölften Tages

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Nach einem lauten Knall hielt ich sofort an und suchte die Ursache dafür. Zu meinem Entsetzen bemerkte ich, dass ich einen Speichenbruch hatte. Mein Entsetzen wurde noch größer, als ich bermerkte, dass dies schon die zweite gebrochene Speiche war. Eigentlich hätte ich gar nicht mehr weiterfahren können, aber ich schlich mich mit langsamer Geschwindigkeit ins Ziel, welches heute zum Glück nicht mehr so weit weg lag.


13. Tag: Fahrradreparatur in Alton, Illinois Ruhe- und Reparaturtag zurück zum

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Montag,
29.06.2009
Zuerst bin ich mit einem Taxi in die nächste Stadt, das 30 km entfernte Alton, gefahren, um dort mein Fahrrad reparieren zu lassen. Um mögliche weitere Speichenbrüche zu vermeiden, entschied ich mich dafür, das komplette Hinterrad auszutauschen. In dem Fahrradladen wurde ich in einem unglaublichen Tempo sehr professionell und preiswert bedient und ich muss dafür ein großes Kompliment aussprechen.

Ich hatte also nach der Reparatur des Fahrrades noch eine ganze Menge Zeit und nutzte diese für einen ausgiebigen, wenn auch ungeplanten Ruhetag.


14. Tag: Grafton, Illinois - Cahokia, Illinois Die Saint Louis-Etappe zurück zum

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Dienstag,
30.06.2009
Grafton, IL - Alton, IL - Fort Bellefontaine, MO - Saint Louis, MO - East Saint Louis, IL - Cahokia, IL 117,5   km 
Start um 6:00 Uhr - Ankunft um 16:10 Uhr 10:10 Std.

Karte des 14. Tages

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Am Zusammenfluss, der Confluence, von Missouri und Mississippi

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Vorn ist der Missouri, im Hintergrund der Mississippi zu sehen

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Der 192 m hohe Gateway Arch

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Blick auf die Skyline von Saint Louis mit dem Jefferson National Expansion Memorial (Gateway Arch)

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Mit dem nun wieder hundertproentig funktionierenden Fahrrad ging es nun auf die nächste Etappe. Diese bestand im Wesentlichen aus der Durchquerung der Stadt Saint Louis auf dem gegenüberliegenden Missouri-Ufer. Bisherige Erfahrungen mit Ballungsgebieten sorgten für ein mulmiges Gefühl. Immerhin ist Saint Louis eine ziemlich große Stadt.

Zunächst ging es in Alton auf eine große Brücke nach Missouri. Dort erreichte ich nach wenigen Kilometern den gleichnamigen Fluss, der sich ebenfalls auf einer bequem mit dem Fahrrad befahrbaren Brücke überqueren ließ. Als die Straße immer breiter und autobahnähnlicher wurde, verließ ich diese, um mich in Richtung Confluence von Missouri und Mississippi zu orientieren.

Der weitere Verlauf der Strecke in Richtung Downtown Saint Louis gestaltete sich sehr angenehm, verlief er doch auf einem eigens für Radfahrer angelegten Weg. Dieser Weg führte bis zum Jefferson National Expansion Memorial (Gateway Arch). Dieser 192 Meter hohe Torbogen wurde zu Erinnerung an die Lewis and Clark Expedition von 1804 bis 1806, die nach dem Lousiana Landkauf von 1803 in der Nähe dieser Stelle seinen Anfang nahm und die "Besiedelung" des Westens einleitete.

Von dort aus überquerte ich die Eads Bridge und war in East St. Louis wieder in Illinois. Diese Stadt erinnerte mich an alle Klischees aus Gangsterfilmen über Ghettos. Es kam noch dazu, dass ich mich dort verfahren hatte, sodass ich die Stadt in südwestlicher statt in südlicher Richtung verließ. Die Hauptsache war aber, ich war aus dieser Stadt heraus! In einem großen Bogen kam ich wieder auf meine geplante Strecke und schlug in Cahokia mein Zelt auf.


15. Tag: Cahokia, Illinois - Murphysboro, Illinois Die Rekordetappe zurück zum

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Mittwoch,
01.07.2009
Cahokia, IL - Columbia, IL - Prairie du Rocher, IL - Chester, IL - Grimsby, IL - Murphysboro, IL 160,9   km 
Start um 6:00 Uhr - Ankunft um 18:00 Uhr 12:00 Std.

Karte des 15. Tages

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An diesem Tag sollte ich mit 160 Kilometern die längste Etappe hinter mich bringen. Dabei hatte ich zu Beginn noch gar nicht den Eindruck, dass mir dies an jenem Tage gelingen sollte. In Folge der von meiner Planung abweichenden Verspätung von inzwischen zwei Tagen hatte ich nun ein ergebnisoffenes Etappenziel vor Augen, natürlich vorzugsweise weiter, als zu Hause geplant.

Anfangs hatte ich Probleme, aus dem südlichen Ballungsgebiet von Saint Louis herauszukommen. Durch den richtigen Instinkt und Glück (des bzw. der Tüchtigen!) gelang mir dies sogar ohne allzu große Umwege. Ich kam auf eine ruhige Nebenstraße, die einige Kilometer entfernt von der Illinois Route 3 am Rande des Mississippi-Tales ohne große Höhenunterschiede verlief.

Nach etwa 90 Kilometern, kurz nach der Überquerung des Kaskaskia Rivers, war diese Straße aber leider zu Ende und mündete in den erwähnten Highway Nummer 3.

Auf einer ruhigen Nebenstraße ging es durch das Mississippi-Tal.

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Auf einer Brücke über den Kaskaskia River kurz vor dessen Mündung in den Mississippi

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Nach etwa 110 Kilometern, in der Stadt Chester , wollte ich mir eigentlich eine Unterkunft für die Nacht suchen und kaufte deshalb schon einiges ein, was ich für das Abendessen brauchte. Aber es fand sich in dieser Stadt kein Motel oder eine andere geeignete Übernachtungsmöglichkeit. So fuhr ich eben weiter und wollte eben in einem anderen Ort übernachten. Die folgenden Orte waren aber so klein, dass sie nur aus einigen wenigen Häusern bestanden. Mittlerweile steigerte ich mich in einen regelrechten Rausch, sodass ich mich fast feute, wenn ich mal in einem Ort nichts fand. Ich hatte förmlich "Blut geleckt" und wollte es nun wissen und den bisherigen Rekord von 130 Kilometern einstellen und wenn möglich überbieten.

Nach mittlerweile 150 Kilometern beschloss ich, den etwa zehn Kilometer entfernten Campingplatz am Kinkaid Lake in der Nähe von Murphysboro anzufahren. Nach rund zehn Kilometern bergigen Geländes hatte ich nun meine Rekordetappe von 100 Meilen geschafft!


16. Tag: Murphysboro, Illinois - Cairo, Illinois Die Illinois Route 3-Etappe zurück zum

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Donnerstag,
02.07.2009
Murphysboro, IL - Wolf Lake, IL - East Cape Giradeau, IL - Klondike, IL - Cairo, IL 110,7   km 
Start um 6:35 Uhr - Ankunft um 14:05 Uhr 7:30 Std.

Karte des 16. Tages

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Mit Ausnahme der ersten zehn Kilometer ging es an diesem Tage nur schnurstracks auf dem Illinois-Highway Nummer 3 entlang. Zum Glück gab es aber auf der ganzen Strecke einen Seitenstreifen, sodass das Fahrradfahren hier nicht unbedingt in Stress ausartete. Sowohl die Landschaft als auch die Bedingungen an diesem Tage sorgten für einen unauffälligen Verlauf der Etappe, eine typische Überführungsetappe eben.

Das Ziel befand sich natürlich ncht in Ägypten, sondern noch in Illinois, an dessen südlichsten Punkt. Viele sprachen davon, dass Cairo eine alte und historische Stadt sei. Auch ich hatte in der Vergangenheit viel über Cairo, Illinois gelesen, z. B. von Mark Twain . Aber zumindest das heutige Aussehen des Ortes versetzte mich in gähnende Langeweile. Wahrscheinlich haben die Amis zumindest in Bezug auf historisch interessante Städte keine allzu hohen Ansprüche. Jedenfalls nutzte ich die Gelegenheit, mich wieder einmal sehr zeitig in ein Motelbett fallen zu lassen, schließlich wollte ich am nächsten Tag bis in den Süden vorzudringen.
Cairo, die südlichste Stadt von Illinois

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17. Tag: Cairo, Illinois - Reelfoot Lake, Tennessee Die Vier-Staaten-Etappe zurück zum

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Freitag,
03.07.2009
Cairo, IL - Wyatt, MO - Dorena, MO - Hickman, KY - Reelfoot Lake, TN 93,4   km 
Start um 6:55 Uhr - Ankunft um 14:25 Uhr 7:30 Std.

Karte des 17. Tages

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Gleich zu Beginn der Etappe war ein Besuch des Zusammenflusses von Ohio und Mississippi bei Fort Defiance am südlichsten Punkt von Illinois natürlich obligatorisch. Von dort gab es zwei schmale Brücken über den Ohio nach Kentucky und über den Mississippi nach Missouri. Die Ohio-Mündung

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Banks of the Ohio - eine traditionelle Ballade - gesungen von Olivia Newton John
Ich wählte den Weg nach Missouri. Zuerst ging es über eine extrem schmale Brücke. Es gab keinen Seitenstreifen, und die Spuren waren so schmal, dass jedes Rechtsheranfahren zu einer Lebensgefahr geworden wäre.

Auf dieser Etappe wehte schon von Anfang an starker Gegenwind. Insbesondere auf dem Missouri-Abschnitt war in Folge des sehr flachen Geländes das Weiterkommen zuweilen sehr stark erschwert.

Die Tennessee-Grenze

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Dann nach etwa 35 Kilometern erreichte die Straße in der Nähe des Ortes Dorena dann wieder den Fluss. Hier gab es eine Fähre nach Hickman auf der gegenüberliegenden Kentucky-Seite. Durch diesen Bundesstaat bin ich nur 18 Kilometer gefahren, dann kam schon die nächste Staatsgrenze nach Tennessee. Ich hatte den Süden erreicht! Die (ehemaligen) Südstaaten - auch
Dixieland genannt - waren erreicht, haben aber mehr zu bieten,...

...als nur Südstaatenromantik. Die
Country -Band Dixie Chicks sind ein Teil des "anderen Südens".



18. Tag: Reelfoot Lake, Tennessee - Dyersburg, Tennessee Der Abschluss zurück zum

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Samstag,
04.07.2009
Reelfoot Lake, TN - Tiptonville, TN - Ridgely, TN - Dyersburg, TN 38,2   km 
Start um 8:10 Uhr - Ankunft um 11:40 Uhr 3:30 Std.

Karte des 18. Tages

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Gleich zu Beginn des Tages erwartete mich Gegenwind, der teilweise Sturmstärke annahm. Ich musste manchmal sogar aus dem Sattel gehen, um überhaupt vorwärts zu kommen. Und dabei wollte ich an diesem Tag eigentlich zum Großangriff auf meine zwei Tage Rückstand (und damithinter meinem bereits gebuchten Rückflug) übergehen!

Deshalb galt es nun, sich zu entscheiden. Ich könnte versuchen, soweit als möglich mit dem Fahrrad zu kommen und danach mit einem anderen Verkehrsmittel (Amtrak, Greyhound Lines, Flugzeug, Mietwagen) nach New Orleans zu gelangen und dabei nur einen Teil dessen zu sehen, was ich mir vorgenommen hatte. Die Alternative wäre, ich würde mir gleich einen Mietwagen nehmen und mit diesem in aller Ruhe durch den Süden fahren. Allerdings wäre diese Variante die teurere.

Ich entschied mich für Variante zwei. Schließlich hatte ich ja noch über eine Woche Urlaub. Ich steuerte also die nächste größere Stadt an, die Dyersburg hieß und nördlich von Memphis lag. Dort verbrachte ich das Wochenende in einem Hotel und nahm mir am darauf folgenden Montag einen Mietwagen.
Tennessee State Song


Ausklang: Sightseeingtour mit dem Auto durch den Süden zurück zum

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Memphis, TN - Grenada, MS - Houston, MS - Greenwood, MS - Lake Village, AR - Vicksburg, MS - Natchez, MS - Baton Rouge, LA - New Orleans, LA
vom 5. Juli bis 15. Juli 2009

Karte der Tour durch den Süden

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Mit diesem Auto - einem Chevrolet Cobalt - bin ich kreuz und quer durch den Süden gefahren

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Bei Redwood, kurz vor seiner Mündung, führte diese mittlerweile außer Betrieb befindliche alte Drehbrücke über den Yazoo River


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Blick vom der hoch über dem Fluss gelegenen Downtown von Vicksburg auf den Mississippi River


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Kurz hinter Memphis beginnt Mississippi, der Staat mit dem nach Illinois zweitlängsten Flussabschnitt am Mississippi. Zunächst besuchte ich die Stauseen Sardis Lake, Enid Lake und Grenada Lake im Norden des Staates, die den Wasserstand des Yazoo Rivers und damit des Mississippi-Deltas regeln.

Dann ging es über Greenwood und Greenville über eine extrem schmale aber sehr dicht befahrene Brücke hinüber nach Arkansas. Hier war ich mal wieder froh, nicht mehr mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nachdem ich dort am Lake Chicot, einem ehemaligen Mississippi-Arm, kampiert hatte, ging es wieder zurück nach Mississippi, wo ich quer durch das Mississippi-Delta fuhr.

Südlich der Mündung des Yazoo Rivers erstreckte sich auf einem hohen Steilufer über dem Mississippi die Stadt Vicksburg. Diese Stadt ist durch seine Geschichte, insbesondere im Amerikanischen Bürgerkrieg, bekannt geworden.

French Quarter, die Altstadt von
New Orleans


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Der Golf von Mexiko ca. 140 km
südlich von New Orleans


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Über Natchez und den Süden von Mississippi ging es dann nach Louisiana, dem südlichsten der Mississippi-Anrainerstaaten. Dieser Staat unterscheidet sich sehr stark von den übrigen amerikanischen Bundesstaaten. Vieles ist von seiner französischen Geschichte geprägt. So sind die meisten Orts- und anderen geografische Namen nach wie vor französisch.

Mitten im Mündungsdelta des Mississippi liegt die Stadt New Orleans, eine der schönsten der USA. Auch wenn die Überschwemmungen in Folge des Hurricans Katrina die Stadt im Jahre 2005 schwer geschädigt haben. Äußerlich ist davon nichts mehr zu sehen, im Bewusstsein der Bewohner sind die Ereignisse von 2005 noch in lebhafter Erinnerung.
Die bekannte Ballade über Schlacht von New Orleans


Tour Etappen Bilder 2009 USA 2009 Fahrradseite