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21st day (1989 - 08 - 03): Šahy - Hungarian border - Rétság - Vác - Dunakeszi - Budapest (49.7 Miles)

Am Morgen überquerte ich die ungarische Grenze und richtete mich auf eine Fahrt durch eine ebene Landschaft ein. Aber zu meiner Überraschung wurde die Landschaft nun hügeliger, ja sogar von Bergen konnte gelegentlich gesprochen werden.

Ich kam durch die Kreisstadt Rétság, die erste ungarische Stadt auf dieser Fahrt. Die Ortschaften in Ungarn waren wesentlich sauberer und weniger verfallen, als dies in der Tschechoslowakei und der DDR damals der Fall war.

Schließlich erreichte ich bei Vác das Tal der Donau. Fortan gab es keine zermürbenden Steigungen mehr, dafür aber jede Menge Verkehr auf einer sehr schmalen Straße. Dies wurde manchmal zu einer nicht ganz ungefährlichen Angelegenheit, ist doch die Fahrweise der Ungarn sehr lässig und viel weniger rücksichtsvoll als in weiter nördlich gelegenen Gefilden.

Spätestens ab Dunakeszi begann der Vorortbrei von Budapest. Es macht wirklich nicht so sehr viel Spaß, sich mit dem Fahrrad durch den Berufsverkehr der Zwei-Millionen-Stadt Budapest zu wühlen. Aber ich schaffte es. Als ich auf der Váci utca war, wusste ich auch, wie ich nun fahren musste, kannte ich mich wegen früherer Besuche in dieser Stadt dort ein wenig aus. Ich wusste einen Platz, wo man kostenlos und legal übernachten konnte. Dort konnte man sein Zelt aufbauen, es gab Sanitäranlagen, man musste aber jeweils um 8:00 Uhr morgens das Gelände verlassen haben.



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